Rumänien - Bulgarien

10. - 14.09.2003, 1368 km

 

 

10.09.03 Rumänien: Gleich hinter der Grenzstadt Oradea fanden wir in Baile Felix einen Campingplatz mit Hütten. Tipp!! Dieser ist echt super sauber und empfehlenswert. Der Besitzer achtet schon darauf, was seine Gäste machen: also bitte nicht mit den dreckigen Motorradstiefeln in die saubere Hütte gehen und auch das Motorrad ordentlich abstellen. Ach so, ganz wichtig (für den Chef): mit Farb TV und RTL 2!!

Der nächste Morgen sieht genauso grau aus, wie der vergangene Abend, leider wieder die Regenklamotten anziehen. Mitten im tiefsten Transsilvanien leuchtete uns ein KTM Logo am Straßenrand entgegen. Klar, hier halten wir erstmal an! Wie sich Herraustellte, ist es der größte KTM Dealer Rumäniens. Nebenbei hat er auch noch Ducatis und Moto Guzzis. Die Suche nach einem geeigneten Übernachtungsplatz fiel leider buchstäblich ins Wasser. Erst hinter Sibiu, dem ehemaligen Herrmannstadt, sollte es laut Karte wieder eine Hütte geben, aber da war leider nix.

Am Abzweig zur Transfagara stoppte uns aber erstmal die Polizei: Halt, Alkoholkontrolle!! Aber nur bei Bernd. Auf meinen Hinweis, das er doch lieber die Heidi kontrollieren solle, da sie immer in Schlangenlinien hinter mir herfährt, wollte er nicht darauf eingehen. grins.

Kurz danach kamen wir völlig durchnässt und halb erfroren an einem Campingplatz mit Hütten vorbei. Hier bleiben wir. Leider war die Hütte nicht beheizt, so das wir unsere Klamotten nicht trocken bekamen. Nach dem aufwachen galt der erste Blick dem Himmel: immer noch grau in grau und regen. Ach ja, kalt war es auch, arschkalt! Die Strasse entpuppte sich als eine absolute Motorradtraumstrasse! In unzähligen Kehren ging es bis auf knapp über 2000 m hinauf.

Der Regen blieb unsere treuer Begleiter. In der Höhe kam aber die wirklich eisige Kälte dazu, so dass wir unsere Hände und vor allem unsere Füße kaum noch spürten. Immer weiter trieb es uns, der Sonne entgegen, doch wo war sie nur?? Nicht einmal einen Silberstreif sahen wir am Horizont. Rumänien ist schon bei Sonnenschein kein sehr westlich anmutendes Land, aber bei dem Wetter sieht alles gleich noch viel schlimmer und dreckiger aus als es tatsächlich ist.

Ach so, fast haben wir es vergessen. Auf einer kleinen Nebenstrasse wurden wir angehalten: Polizei! Bernd sollte zum Auto kommen und durfte sich ansehen, wie wir auf Video aussehen. Die Jungs hatten sich einen Platz am Ortsausgang ausgesucht und wir hatten halt schon wieder beschleunigt. 79 km/h bei erlaubten 50 km/h...mhhh, na ja. Das bedeutete: zahlen! Aber nachdem sie meinen Ausweis sahen und erkannten, das wir aus Deutschland kommen, ließen sie es bei dem Hinweis: Innerorts Tempo 50!! Freudig überrascht fuhren wir weiter...

Wieder einmal fanden wir keinen Campingplatz, so das es uns kurz vor der Dunkelheit noch über die Bulgarische Grenze trieb. Ein Zöllner auf der bulgarischen Seite gab uns den Tipp für einen Campingplatz. Hier gab es die Möglichkeit, entweder eine Hütte mit zwei einzelnen Betten oder einen Caravan mit einem großen Bett. Das Große, sagten wir uns. Groß ist relativ, wir haben gerade so hinein gepasst und ich meine hier die Länge!! Als nettes Extra gab es unzählige Spinnen und wer Heidi kennt, weiß, was das bedeutet. Zum Glück bekamen wir einen Stromradiator, endlich bekamen wir zum ersten mal unsere Klamotten trocken!

Auf wenig befahrenen Strassen ging es zum Goldstrand nach Varna, doch wo war die Sonne uns das Gold?? Pünktlich am Meer goss es wieder einmal wie aus Eimern. Im Süden sahen wir sie endlich, die Sonne! Jetzt gaben wir Gas bis nach Burgas. An einer Tankstelle trafen wir ein deutsches Pärchen mit ihren Motorrädern. Gerd und Tina sind auch auf dem Weg in die Türkei und nach Indien.

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